Am Donnerstag, dem 4. Juli 2024, veranstaltete die Care Leavers Progression Partnership (CLPP) ihre jährliche Konferenz an den Universitäten Greenwich und Kent in Medway, genauer gesagt im Pilkington Building auf dem Medway-Campus. Das Konferenzthema lautete: Agenturübergreifende Zusammenarbeit: Wie Bildungsanbieter mit anderen Diensten zusammenarbeiten können, um die Ergebnisse von Care Leavern zu maximieren — brachte Fachleute aus den Bereichen Bildung, Kommunalverwaltung, Gesundheitswesen und Freiwilligenarbeit zusammen, um zu erörtern, wie eine vernetzte Zusammenarbeit die Lebenschancen von jungen Menschen mit Pflegeerfahrung verbessern kann.
Ein starker Auftakt und inspirierende Keynotes
Der Tag begann mit einem herzlichen Willkommen von Lucy McLeod, Vorsitzende der Care Leavers Progression Partnership und stellvertretende Geschäftsführerin der EKC Group, die den Rahmen für einen Tag schufen, der sich auf Zusammenarbeit, gemeinsame Verantwortung und Ambitionen für junge Erwachsene nach dem Verlassen der Pflegefamilie konzentrierte.
Darauf folgte eine Ansprache an den Landkreis. Sue Chandler, Kabinettsmitglied für integrierte Kinderdienste, die über die Bedeutung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Diensten und die Rolle der lokalen Führung bei der Unterstützung von jungen Menschen mit Pflegeerfahrung reflektierte.
Die Hauptrede am Morgen hielt Kriss Akabusi MBEOlympionike, Autor und Motivationsredner Kriss sprach anhand seiner eigenen Lebensgeschichte und Karriere eindrucksvoll über Resilienz, Selbstvertrauen und die Bedeutung von Förderern, die das Potenzial junger Menschen unterstützen. Seine mitreißende Energie und seine Botschaft fanden großen Anklang bei den Teilnehmern und unterstrichen die Wirkung, die Ermutigung, Ehrgeiz und Vorbilder auf den Erfolg junger Menschen haben können.
Später am Vormittag Dr. Anna James, Kriminologe und Berater bei March Training and Development, hielt eine zum Nachdenken anregende Sitzung mit dem Titel Wie man jungen Erwachsenen, die aus der Jugendhilfe kommen, zu einem erfolgreichen Bildungsabschluss verhelfen kannIn ihrem Vortrag ging sie auf die strukturellen und persönlichen Barrieren ein, mit denen junge Erwachsene nach der Jugendhilfe im Bildungswesen konfrontiert sind, und hob praktische, traumasensible Ansätze hervor, die Fachkräfte anwenden können, um jungen Menschen nicht nur den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, sondern ihnen auch zum Erfolg zu verhelfen.
Workshops: Komplexität und Praxis erforschen
Die Nachmittagsworkshops boten den Teilnehmern die Möglichkeit, sich eingehender mit wichtigen Themen auseinanderzusetzen, die junge Erwachsene nach dem Verlassen der Jugendhilfe betreffen, und vermittelten sowohl strategische Einblicke als auch praktische Instrumente.
Die Sitzungen umfassten:
- Die Welt der virtuellen Schule und das lokale Angebot (Virtual School Kent und der 18+ Care Leavers Service), die die Terminologie entmystifizierten und verdeutlichten, wie Bildungsanbieter effektiv mit staatlichen Diensten zusammenarbeiten können, um junge Menschen zu unterstützen.
- Proaktive Ansätze zur Förderung des Wohlbefindens durch individuelle Förderpläne (Become), wobei der Fokus auf der Bedeutung einer von jungen Menschen selbst geleiteten Planung liegt, die sich mit den sich ändernden Bedürfnissen, Bestrebungen und dem Wohlbefinden weiterentwickelt.
- County Lines und Gangs (Kent Gangs and County Lines Service), Fachkräfte in die Lage zu versetzen, Anzeichen von Ausbeutung zu erkennen und gleichzeitig ein ausgewogenes, mitfühlendes Verständnis für die Erfahrungen junger Menschen zu bewahren.
- Autismus-Bewusstsein (Broadstairs College), wobei auf die zusätzlichen Herausforderungen hingewiesen wird, denen junge Menschen mit Autismus aus Pflegefamilien gegenüberstehen, und Hinweise zu inklusiver und unterstützender Praxis gegeben werden.
- Arbeit mit jungen Menschen mit emotionalen und sozialen Entwicklungsstörungen und Sprach- und Kommunikationsstörungen (EKC Group), die den starken Zusammenhang zwischen Kommunikationsbedürfnissen und sozialer, emotionaler und mentaler Gesundheit untersucht, sowie Strategien zur Unterstützung von Engagement und Lernen.
- Chancen für Care Leaver in der Arbeitswelt (NHS Kent and Medway und Social Enterprise Kent), die Beschäftigungswege aufzeigen und die Teilhabemöglichkeiten im Gesundheits-, Sozial- und Sozialunternehmerbereich erweitern.
Die Teilnehmer schätzten die Bandbreite und Relevanz der Workshops, insbesondere die Betonung des Verständnisses von Komplexität und des empathischen und kooperativen Reagierens darauf.
Zusammenarbeit zwischen Behörden in der Praxis
Ein zentrales Merkmal des Tages war die Interinstitutioneller Arbeitsworkshop für alle DelegiertenDie Veranstaltung brachte alle Beteiligten zusammen, um darüber nachzudenken, wie Fachkräfte aus verschiedenen Sektoren ganzheitlicher und nicht isoliert zusammenarbeiten können. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen der Abbau von Silos, die Verbesserung der Kommunikation und die Sicherstellung einer kontinuierlichen und nicht fragmentierten Unterstützung für junge Erwachsene, die die Jugendhilfe verlassen.
Diese Sitzung bekräftigte die zentrale Botschaft der Konferenz: dass kein einzelner Dienst die Bedürfnisse von jungen Erwachsenen, die die Jugendhilfe verlassen, allein erfüllen kann und dass sinnvolle Fortschritte von Vernetzung, gemeinsamem Verständnis und kollektiver Verantwortung abhängen.
Abschließende Betrachtungen
Die Konferenz schloss mit einem kreativen und reflektierenden Beitrag von Ty Locke, dessen Video die transformative Kraft der Kunst und deren Nutzung durch junge Erwachsene, die aus der Jugendhilfe kommen, als Mittel zur Selbsttherapie und zum Selbstausdruck verdeutlichte.
Die CLPP-Konferenz 2024 hat eindrücklich daran erinnert, dass wir, wenn Fachleute zusammenkommen – ihr Fachwissen teilen, aufmerksam zuhören und über Grenzen hinweg zusammenarbeiten –, stärkere und unterstützendere Wege für junge Erwachsene schaffen und ihnen helfen können, eine bessere Zukunft zu gestalten.





















